Gnocchi di Patate – Grundrezept Kartoffelgnocchi

Eintrag vom: 22. Januar 2007
Die kleinen Kartoffelklöße sind ein Grundbestandteil der italienischen Küche – ob als Hauptgericht mit viel leckerer Soße, als Beilage zu Fleischgerichten oder überbacken aus dem Ofen. Sie sind einfach und schnell zubereitet, bieten viele Möglichkeiten zur Variation und die Grundzutaten sollten in jedem Haushalt eigentlich immer verfügbar sein. Es gibt neben diesem Grundrezept eine Vielzahl weiterer Gnocchi-Varianten: die Zubereitung nur aus Mehl, Milch und Eiern (für die lecker überbackenen Pariser Gnocchi), Grieß-Gnocchi aus (auch: Römische Gnocchi) und diverse gefüllte Varianten, meist auf Basis dieses Grundrezepts aus Kartoffelteig. Bei Gelegenheit werden wir weitere hier vorstellen. Die Menge diese Grundrezepts ergibt vier stattliche Portionen, die mit einer Sauce als Hauptgericht ziemlich satt machen dürften. Für Durchschnittsesser kann man ruhig mit 6 Portionen rechnen, als Beilage entsprechend mehr.


Grundmenge (ausreichend für 4 große Portionen als Hauptgericht):

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
200 g Mehl (405er)
1 Ei (Gr. M)
½ TL Salz
1 Prise Muskatnuss

grobes Meersalz fürs Kochwasser

1| Kartoffeln schälen, putzen und (je nach Größe) ca. 25 Minuten dämpfen bis sie gar sind. Die noch heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel drücken. Das Ei leicht verquirlen.

2| Mehl, Ei, eine Prise Muskat und Salz zugeben und mit den noch warmen Kartoffeln zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Dies geht am besten, wenn man anfangs die Zutaten mit einem Holzlöffel kräftig unterrührt (die Kartoffeln sind noch recht heiß). Wenn die Bestandteile sich grob verbunden haben, wird mit den Händen weiter geknetet bis ein homogener Teig ohne Klumpen entstanden ist. Er soll sich geschmeidig und fest anfühlen, nicht zu trocken aber auch nicht zu feucht sein.

3| Den Teig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmals gut durchkneten. In mehrere Portionen teilen und diese nacheinander auf der Arbeitsfläche unter leichtem Druck mit den Handflächen von innen nach außen zu Rollen von etwa 1,5 cm Durchmesser formen. Die Teigrollen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Nach Belieben können diese jetzt ohne weitere Bearbeitung verwendet werden oder zwischen den Händen mit leichtem Druck in die bekannte ovale Gnocchiform gerollt werden. Die fertigen Gnocchi können dann noch über den Rücken einer Gabel gerollt werden, so bekommen sie ihr typisches Muster. Auf einem mit Dunst oder Grieß bestreuten Geschirrtuch warten die Gnocchi dann auf die Zubereitung.


4| In einem sehr großen Topf gesalzenes Wasser auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Die Gnocchi portionsweise ins sprudelnd kochende Wasser geben, sodass der sie immer ausreichen Platz zum Schwimmen haben. Sobald die Gnocchi an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle heraus heben, kurz abtropfen lassen und mit einer Sauce oder als Beilage servieren.

Tipps

Wichtig bei der Zubereitung: Das Verhältnis aus Mehl und Kartoffeln muss stimmen, sonst werden die Gnocchi beim Kochen entweder hart oder fallen auseinander. Im Allgemeinen hat sich das Verhältnis 1:5 von Mehl zu Kartoffeln (für mehlig kochende Kartoffeln und 405er Mehl) bewährt. Beim Pressen und der Zubereitung des Teiges sollen die Kartoffeln unbedingt noch warm sein, so lassen sich alle Zutaten gut verkneten und der Teig wird schön locker.

Gnocchi können mit nahezu jeder Pastasauce serviert werden, schmecken aber auch schon mit etwas zerlassener Butter und Parmesan ganz hervorragend. Ein Klassiker: Kartoffeln-Gnocchi mit Tomatensauce und frischen Basilikumblättern sowie Parmesan. Außerdem passen Gnocchi als Beilage gut zu Fleischgerichten mit Sauce, z. B. Rinderbraten.

Der Grundteig für Gnocchi bietet viel Raum für kreative Varianten: Unter den Teig kann geriebener Käse, z. B. Fontina oder Parmesan gemischt werden. Fein gehackte Walnüsse im Teig sind auch lecker, dazu dann nur zerlassene Butter und Parmesan reichen. Beliebt sind auch Varianten mit Spinat oder getrockneten Tomaten, die als Püree oder fein zerkleinert unter den Teig gemischt werden.


3 Kommentare zu “Gnocchi di Patate – Grundrezept Kartoffelgnocchi”

  1. Nicy | 13:39
    1

    könnte ich diese gnocchi auch einfrieren??
    lg, nicy

  2. Tobias | 17:45
    2

    Hi,

    einfrieren würde ich nicht empfehlen. Die Gnoochi werden dann bei der Zubereitung leicht klebrig oder zu weich. Die luftige Konsistenz bleibt nur bei frischer Zubereitung erhalten. Wenn du unbedingt einfrieren willst, dann möglichst nicht zu viele Gnocchi übereinander legen, sondern auf breiter Fläche verteilt und die Lagen mit Folie getrennt,  sonst gibt’s einen großen Klumpen.
    Ich würde Sie anschließend tiefgefroren ins Wasser geben und nicht vorher auftauen.
    Bin auf einen Erfahrungsgericht (gerne hier als Kommentar) gespannt.
    Tobias

  3. Laura S. | 12:27
    3

    Hallo Tobia & Susann!
    Danke für die leckere Rezept!

    http://leckereien.blogspot.com/2008/09/gnocchi.html#links

    Ich habe die Gnocchi über Nacht eingefroren auf eine mit Folie bedekte Backblech.
    Danach habe Sie im einen Tiefkühlbeutel gelagert.
    Und wie du geschrieben hast, in tiefgefrorenen zustand zum kochen gebracht.
    Die Gnocchi sind fertig, wenn Sie an die Oberfläche schwimmen!

    LG aus Österreich
    Laura S.


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